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Centi – Schweizer Payment-Service erschließt mit BSV-Blockchain neue Verdienstmodelle für Unternehmen

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Centi ist ein Schweizer Startup, das an Bezahlungs- und Tokenization-Lösungen via der BSV Blockchain arbeitet. Gerade neu hat Centi seine Beta-App veröffentlicht, die Interessierte bereits unter centi.ch/app herunterladen und ausprobieren können.

Centi nutzt die BSV-Blockchain, um einen der naheliegendsten Use-Cases der BSV-Blockchain umzusetzen: die Ablösung von Legacy-Bezahlsystemen durch schnellere, günstigere und zudem sichereren Bezahlungslösungen mit der BSV-Blockchain oder eigenen Tokenisierungslösungen.

Teils sind die Ideen hierfür schon älter. Erst durch die BSV-Blockchain sind diese jedoch praktisch umsetzbar geworden.

“Die Idee für die Gründung von Centi war eine Mischung aus Faszination für schnelle, wirklich digitale Payments und Analyse von Bedürfnissen in der Payment-Industrie. Die Ideen dafür waren teils schon älter, aber in 2015-2017 war schlicht nicht daran zu denken, diese umzusetzen. Mit BSV haben wir hier unsere Chance gesehen und sie gepackt.”

Standort Schweiz – ein idealer Standort für Innovationen mit der Blockchain

Zunächst wird Centi sich dabei auf die Schweiz konzentrieren. Die Schweiz ist dabei ein idealer Standort für die Anwendungsfälle, an denen Centi arbeitet. Zahlungsleistungen in digitalen Währungen werden in der Schweiz quasi wie Transaktionen in Fremdwährungen gehandhabt. Damit sind sie Mehrwertsteuer befreit. Auch gelten digitale Währungen nicht als Effekten oder Security. Damit können gewisse Tokens und Coins als “Fett im Getriebe” dienen, wie Müller es ausdrückt.

Von den Anwendungsbereichen in der Schweiz will Centi aber auch zunächst in der übrigen DACH-Region und europaweit in andere Branchen skalieren. Wir stellen euch an dieser Stelle zwei bevorstehende Anwendungsbereiche von Centi vor.

Eine innovative Lösung gegen hohe Drop-Out-Raten bei der Paywall

Klassische Medien wie Zeitungen und Verlage haben seit der stärkeren Verbreitung des Internets immer noch nicht die perfekte Lösung für Online-Bezahlvorgänge gefunden. Bestimmte Apps oder Services wie Google News können einem User Inhalte für sehr spezielle Interessen anzeigen, die sich häufig hinter einer Paywall verbergen. Oft interessieren sich Leser aber nur für einen bestimmten Artikel und halten ein langfristiges Abonnement für überflüssig. Eine Studie im Journal of Marketing Paywalls: Monetizing Online Content” belegt, dass viele Engagement-Metriken nach der Einführung einer Paywall stark absinken: “Die Zahl der Einzelbesucher ging infolge der Paywall der NYT insgesamt um 16,8 % zurück. Die Zahl der Heavy User sank um 57,2 %, die der Light User um 11,3 %.” Dennoch zeigt die Studie, dass sich die Monetarisierung von Inhalten für Publisher lohnen kann. Centi ermöglicht den Publishern hier neue Monetarisierungsmöglichkeiten, indem es neben dem Abo-Modell auch Zahlungen für einen einzelnen Artikel ermöglicht. Eine einfache Lösung, die sich mit den bisherigen Legacy-Systemen nicht lösen lässt.

Nach heutigem Stand sind solche Zahlungen von Kleinbeträgen oder Micro-Payments nämlich ineffizient. Der Aufwand für einen einzelnen Nutzer für einen einzigen Artikel Kreditkarten-Daten einzugeben erscheint unverhältnismäßig hoch. Auch für Verlage lohnen sich solche Micropayments nur bedingt, da Kreditkartenzahlungen beispielsweise Gebühren verursachen, die bei kleinen Beträgen ebenfalls zu hoch sind. Zudem wollen viele Nutzer für einzelne Artikel nicht gleich sensible Daten wie Kreditkarten-Details eingeben und auch keine Check-out-Prozesse durchlaufen.

Kostenlose Probeabos sind Fallen, in denen sich schnell verstrickt. Viele Konsumenten haben entsprechend negative Erfahrungen gemacht, weshalb die Drop-Out-Raten bei Paywalls insgesamt sehr hoch sind. Die Implementierung von solchen Paywalls kann manchen Medien und Verlagen daher sogar schaden, wenn Konversionsraten niedrig sind und sie wertvollen Traffic nicht ersetzen.

Centi bietet hier eine Blockchain-basierte Lösung, die alle Schwachstellen des bisherigen Zahlungssystems adressiert. Aus User-Perspektive funktioniert das System über eine Paymail-Adress. Im Bezahlvorgang werden keine sensiblen Daten gespeichert, da ein Nutzer über die Paymail-Adress anonym bleibt. Einmal installiert, kann ein Nutzer mit wenigen Klicks den Bezahlvorgang durchführen. Damit wird die Centi-App dem Instant-Gratification-Prinzip gerecht, ein treibender Faktor für den Erfolg von weltweit beliebten Apps wie Instagram oder Tiktok.

Durch die einfache, nahezu Instant-Lösung durch Centi eröffnet sich ein neuer Kunden-Channel für Verlage. Wenn sich Leser häufiger dazu entscheiden, Artikel eines bestimmten Online-Mediums zu kaufen, werden ihnen auch interessante Angebote unterbreitet (Treuepunkte, Rabattgutscheine, Coupons usw.), die auch zu Abo-Abschlüssen führen können.

Eventbranche nach der Pandemie: Lösungen für alte Painpoints

In der Eventbranche können nach der Pandemie endlich wieder Veranstaltungen stattfinden. Größtenteils finden diese wie gewohnt statt. Zwar gab es auch in der Eventbranche Neuerungen, aber diese waren stark auf Zertifikate fokussiert.

Bei Vor-Ort-Bezahlungen gibt es aber nach wie vor viel Bedarf für Neuerungen. Allein aus Sicherheitsgründen gibt es in der Eventbranche immer das Verlangen, allzu viele Bargeld-Zahlungen bei Festivals und Veranstaltungen zu vermeiden. Als Alternative können Veranstalter derzeit zwischen zwei Lösungen wählen. Zum einen gibt es die Möglichkeit, Payment-Terminals zu mieten. Ihre Organisation durch einen entsprechenden Anbieter mit Leasing-Verträgen ist aber relativ aufwendig. Sind sie einmal angeschafft, sind sie für die Festival-Besucher zwar angenehm zu benutzen, doch für die Veranstalter weniger lukrativ. Jede einzelne Transaktion verursacht zusätzliche Gebühren.

Die Alternative dazu ist ein System, das über Bons oder Bänder funktioniert. Das System hat sich zwar gegenüber anderen Lösungen etabliert, ist aber in mehrerer Hinsicht unflexibel und ineffektiv. Besuchern begegnet bei Betreten eines Festivals oft gleich zu Beginn eine lange Schlange für den Erwerb von Vouchern. Das ist gerade dann ärgerlich, wenn es schon beim Eintritt selbst zur Schlangenbildung kam. Durch Centi verlagert sich dieser gesamte Prozess schnell und einfach in die App.

Unflexibel gestaltet sich der bisherige Prozess oft auch, wenn Sponsoren, VIPs, Helfer und Crew-Mitglieder kostenlose Leistungen und Verpflegung unkompliziert und schnell bekommen sollen. Durch Centi lässt sich dies einfach organisieren und für jede Veranstaltung individuell anpassen. Die Gebühren und der Aufwand für die Bezahlvorgänge sind durch die Benutzung eines eigenen Tokens bzw. eines Stablecoins oder auch durch digitale Voucher zudem um ein vielfaches günstiger und einfacher. Auch die Buchhaltung der Gesamteinnahmen und die der einzelnen Stände ist über ein Veranstalter-Dashboard durch Centi vereinfacht.

Dies ist wiederum eingebettet in den größeren Bereich des Datenmanagements, den die Eventbranche noch immer stark vernachlässigt. Veranstaltungen haben in der Regel eine schlechte Datenerfassung, Analyse und Wiedervermarktung. Laut einer Studie von Freeman haben 88% der Befragten Eventdaten für Marketing und andere Zwecke genutzt.

Der gleichen Studie zufolge sind jedoch das Fehlen einer effektiven Datenanalyse (46 %) und der Zugang zu vollständigen und umfassenden Veranstaltungsdaten (37 %) die größten Herausforderungen bei der Nutzung des vollen Potenzials von Daten.

Für die Veranstalter sind damit mehrere Painpoints bei der Kundenerfahrung, Buchhaltung und Gewinnmaximierung gleichzeitig adressiert.

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